AN(GE)DACHT
„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt…“ erinnern Sie sich an dieses Lied, haben es vielleicht schon einmal gesungen? Ein starkes Bild: unsere Gemeinde als Schiff, das durch die Meere kreuzt und dabei Stür- men und Gefah- ren ausgesetzt ist, bevor es schließ- lich am Ziel, in Gottes Ewigkeit einläuft. Auf dem Schiff sorgt die Mannschaft dafür, dass das Nötige getan wird. Einer alleine wäre hilflos überfordert - nur, wenn jeder seinen Teil beisteuert, kann die Fahrt gelingen. Letztlich aber hängt es von Gottes Begleitung ab, ob das Schiff sicher ins Ziel kommt: „bleibe bei uns, Herr, denn sonst sind wir allein auf der Fahrt durch das Meer…“ heißt es im Refrain.
Unsere Gemeinde – was für ein Schiff wäre sie wohl? Ein luxuriöses Kreuz- fahrtschiff… eher weniger (die haben auch eine miese Umwelt-Bilanz!). Ein behäbiges Frachtschiff, das unbeirrbar seinem Kurs folgt ohne jede spürbare Bewegung oder Abweichung? Vielleicht ein kleines Segelboot, das durch Sturm und Wellen ordentlich geschüttelt wird? Oder etwa eine Galeere, auf der die letzten Getreuen nach Kräften rudern, obwohl sie ahnen wie aus- sichtslos das ist?
Genau das macht für mich den Reiz dieses Bildes aus: die große Vielfalt. Wir erleben ja in unserer Gemeinde ganz unterschiedliche Aspekte. Es gibt tatsächlich solche Galeeren-Momente, wo es anstrengend ist und man das Ziel kaum noch sieht. Daneben gibt es aber auch Phasen eines unbeschwerten Segeltörns, der Wind steht günstig und die Crew arbeitet wie von selbst Hand in Hand, so dass es richtig gut vorangeht. Aber wie auch immer Wind und Wetter gerade spielen, entscheidend ist, was die Besatzung ausmacht: „Und was die Mannschaft auf dem Schiff ganz fest zusammenschweißt in Glaube, Hoff- nung, Zuversicht, ist Gottes guter Geist.“ Dass sie nicht nur anpackt und schuftet, sondern sich immer wieder neu auf ihr Ziel ausrichten und von Gottes gutem Geist stärken und trösten lässt, das erhält ihre Kraft und lässt sie das Ziel erreichen.
Eine solche Gelegenheit kann unser Gemeindefest am 6. September sein: Gottesdienst feiern, andere aus der Mannschaft treffen, Leckeres aus der Kombüse genießen und uns gemeinsam stärken und auf Kurs bringen lassen … garantiert ohne rudern. Willkommen an Bord!
Mit herzlichen Grüßen, Ihre Barbara Hauschild