Nachricht vom 10. Mai 2014

Konzert für Chor und Orgel am Sonntag 11. Mai 2014

Erster Bergischer Orgelsommer in Radevormwald

Mit der neuen von Beckerath Orgel in der Martini-Kirche wird am Sonntag Jubilate, 11. Mai um 17 Uhr der Bergischer Orgelsommer in Radevormwald eröffnet. Das Collegium vocale, die Kantorei im Sprengel West der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), unter der Leitung von Hans-Hermann Buyken und Organist Franz Rudolf Eles aus Köln musizieren Chor- und Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Antonin Dvořák. Nach dem österlichen „Christ lag in Todesbanden“ in mehreren Bach-Vertonungen für Orgel und Chor erklingt passend zu „Jubilate“ Mendelssohns achtstimmige Vertonung des Psalms 100 („Jauchzet dem Herrn alle Welt“) - eingerahmt von zwei Orgelwerken des Komponisten, u.a. von der berühmten Orgelsonate Nr. 2 in c-Moll. Als Höhepunkt des Nachmittags erklingt, gemeinsam von Orgel und Chor vorgetragen, die großartige D-Dur-Messe von Antonin Dvořák. Diese Messe entstand 1887 in ihrer Originalfassung für Soli, Chor und Orgel. Es ist ein wunderbares Werk, bei dem es Dvořák mit größter Kunstfertigkeit gelingt, den sakralen Text in seinem theologischen Tiefgang musikalisch zu fassen, ihn in eine schlichte und überschaubare Struktur zu geben und gleichzeitig volkstümliche geprägte Melodien seiner böhmischen Heimat in einem spätromantisches Klangbild zu verwenden.

Für das Collegium vocale und den Organisten sind diese beiden Konzerte mit besonderen Erinnerungen verknüpft. Es wird eine Art „Riga-Revival“, so Chorleiter Hans-Hermann Buyken. Denn die Ausführenden musizierten dieses Konzert im April 2011 während ihrer Konzertreise ins Baltikum im großen Dom zu Riga an der berühmten Walcker-Orgel, einer der größten Orgeln des Kontinents. „Man muss also nicht nach Riga fahren, sondern kann das Konzert ganz in der Nähe erleben“, so schmunzelnd Gemeindepfarrer Johannes Dress.